LWB unterstützt weltweiten Aufruf zur Stärkung der Schutzmaßnahmen für Geflüchtete
Im Vorfeld des 75. Jahrestags der Flüchtlingskonvention fordert ein Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen ein erneuertes Bekenntnis zum internationalen Flüchtlingsrecht und zu den Rechten von Geflüchteten.
Die sudanesische Mutter Kaltam Abdallah Ahman und ihre Tochter Seitna im Flüchtlingslager Arkoum im Tschad, wo der LWB Tausende Menschen, die dort Zuflucht gesucht haben, mit Wasser- und Sanitärversorgung unterstützt. Foto: LWB/ C. Kästner-Meyer
Erklärung zivilgesellschaftlicher Organisationen zum 75. Jahrestag der Flüchtlingskonvention
(LWI) – Der Lutherische Weltbund (LWB) hat sich einem weltweiten Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen angeschlossen, das anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der Genfer Flüchtlingskonvention von 1951, das am 28. Juli begangen wird, ein erneuertes Bekenntnis zu der Konvention fordert.
In einer gemeinsamen Erklärung wenden sich religiöse und humanitäre Organisationen, von Geflüchteten geleitete Initiativen, juristische und wissenschaftliche Gremien sowie Menschenrechtsorganisationen an Regierungen, Organisationen der Vereinten Nationen und internationale Partner. Diese werden darin aufgefordert, ihren Verpflichtungen konkrete Taten folgen zu lassen und die Rechte, die Würde und die Sicherheit von Menschen in aller Welt zu schützen, die zur Flucht gezwungen sind.
Der Jahrestag biete „die Gelegenheit, Verantwortung zu stärken“ und weitere Maßnahmen zu ergreifen – „in einer Zeit, in der die Zahl der Vertreibungen ein historisches Ausmaß erreicht hat“, heißt es in der Erklärung. Die Unterzeichnenden verweisen auf die zunehmende Überlastung der Asyl- und Neuansiedlungssysteme sowie auf massive Mittelkürzungen, die den Flüchtlingsschutz schwächen.
Sie fordern die Staaten auf, den Grundsatz der Nichtzurückweisung zu achten und sicherzustellen, dass niemand in Situationen zurückgeschickt wird, in denen Verfolgung oder schwerwiegende Gefahren drohen. Darüber hinaus betonen sie, wie wichtig es sei, Falschinformationen und spaltenden Narrativen mit sachlich richtigen und hoffnungsvollen Geschichten über den Flüchtlingsschutz entgegenzutreten. Zugleich müsse anerkannt werden, dass Geflüchtete bei der Gestaltung politischer Maßnahmen, die ihr Leben betreffen, als unverzichtbare Partnerinnen und Partner eine führende Rolle einnehmen und ihre Interessen selbst vertreten.
Lesen Sie die vollständige Erklärung [auf Englisch] des zivilgesellschaftlichen Bündnisses.