Ratstagung: Zur Teilhabe an Mission Christi berufen

17 Jun 2026

Gegenseitige Ermutigung beginnt dort, wo wir Gottes Wirken im anderen erkennen und würdigen, sagte Bischof Fredrick Shoo während eines Sonntagsgottesdienstes für die Mitglieder des LWB-Rates.

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LWB-Ratsmitglieder beim Sonntagsgottesdienst in der Kirche La Dôle im Dorf Gingins in der Nähe von Genf, während der LWB-Ratstagung vom 11. bis 15. Juni. Foto: LWB/Albin Hillert

LWB-Ratsmitglieder beim Sonntagsgottesdienst in der Kirche La Dôle im Dorf Gingins in der Nähe von Genf, während der LWB-Ratstagung vom 11. bis 15. Juni. Foto: LWB/Albin Hillert

Bischof Fredrick Shoo erinnert Ratsmitglieder an ihre geistliche Berufung

(LWI) - So wie Jesus sich von den Ängsten und dem Leid der Menschen in seinem Umfeld berühren ließ, so sind auch wir „aufgerufen, gemeinsam zu erkennen, wo das Erbarmen Christi bereits am Werk ist, und wo er uns einlädt, an seiner Mission teilzuhaben“.

In seiner Predigt im Sonntagsgottesdienst während der Ratstagung des Lutherischen Weltbundes (LWB) vom 11. bis 15. Juni in der Nähe von Genf, Schweiz, sprach Bischof Fredrick Shoo von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania über das Motto der diesjährigen Ratstagung: „Seid ermutigt durch den Glauben, der euch verbindet“. Pfarrerin Katherine Gohm, Vizepräsidentin des LWB für die Region Nordamerika, leitete den Gottesdienst in der Kirche La Dôle in Gingins, nicht weit vom Tagungsort der diesjährigen Ratstagung entfernt.

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Tauferinnerung: Pfarrerin Katherine Gohm von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Kanada, die den Sonntagsgottesdienst in der Kirche La Dôle im schweizerischen Gingins leitete, besprengt die Gottesdienstteilnehmenden mit Wasser. Foto: LWB/Albin Hillert

Tauferinnerung: Pfarrerin Katherine Gohm von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Kanada, die den Sonntagsgottesdienst in der Kirche La Dôle im schweizerischen Gingins leitete, besprengt die Gottesdienstteilnehmenden mit Wasser. Foto: LWB/Albin Hillert

Bischof Shoo erinnerte daran, dass sich Jesus der vielen Menschen annahm, die Heilung und Hoffnung suchten. Als Mitglieder einer weltweiten Kirchengemeinschaft, so sagte er, „wissen wir, dass diese vielen Menschen, die Jesus sah, noch immer unter uns sind. Über alle Kontinente hinweg leiden die Menschen unter Krieg, Vertreibung, Armut, Umweltzerstörung, politischer Instabilität, Einsamkeit und innerer Leere. Ganze Bevölkerungsgruppen fühlen sich verlassen und blicken sorgenvoll in die Zukunft.“

Eines der Geschenke einer weltweiten Kirchengemeinschaft bestehe darin, dass „wir einander helfen, über unseren eigenen Horizont hinauszuschauen“, fuhr er fort, denn Kirchen könnten sich gegenseitig inspirieren, stärken und ermutigen. Die Ratstagung, so betonte er, sei „nicht nur eine reine Verwaltungsaufgabe“; sondern habe auch mit einer „geistlichen Berufung“ zu tun.

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Bischof Fredrick Shoo von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania predigt beim Sonntagsgottesdienst in der Kirche La Dôle in Gingins in der Nähe von Genf. Foto: LWB/Albin Hillert

Bischof Fredrick Shoo von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania predigt beim Sonntagsgottesdienst in der Kirche La Dôle in Gingins in der Nähe von Genf. Foto: LWB/Albin Hillert

In seiner Predigt zu Matthäus 9,35–10,23 bezog er sich auf die Worte Jesu: „Hier ist eine große Ernte, aber es gibt nur wenige Erntearbeiter“. Er verwies darauf, dass „Gott bereits am Werk ist, bevor die Erntearbeiter eintreffen“. Das sei eine gute Nachricht, sagte er. Denn das bedeute, dass „der Heilige Geist in großen und kleinen Kirchen, in Wohlstand und in Armut, an Orten, wo Frieden herrscht, und an Orten, in denen Konflikte wüten, wirkt“. Gegenseitige Ermutigung beginne dort, „wo wir das Wirken Gottes im anderen erkennen und würdigen.“

So wie Jesus ganz normale Menschen, die ihm begegnet waren, berufen und ausgesandt hat, so dürften wir als Christinnen und Christen nicht vergessen, dass unsere Zuversicht nicht aus institutioneller Stärke, strategischer Planung oder menschlichen Errungenschaften herrühre, so Shoo. „Unsere Zuversicht gründet sich auf den Einen, der uns beruft und aussendet.“

LWB/P. Hitchen
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