Erzbischöfin von Canterbury besucht Auguste Viktoria-Krankenhaus

26 Jun 2026

AVK-Geschäftsführer Dr. Fadi Atrash hofft, dass der Besuch von Erzbischöfin Sarah Mullally zeigen wird, dass der humanitäre Korridor dringend wieder eröffnet und palästinensischen Patientinnen und Patienten die Ausreise aus Gaza ermöglicht werden muss.

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Die Erzbischöfin von Canterbury, Sarah Mullally (links), wird von Dr. Fadi Atrash (rechts) und Mitarbeitenden des Auguste Viktoria-Krankenhauses begrüßt. Foto: ELKJHL/Olivia Slagle

Die Erzbischöfin von Canterbury, Sarah Mullally (links), wird von Dr. Fadi Atrash (rechts) und Mitarbeitenden des Auguste Viktoria-Krankenhauses begrüßt. Foto: ELKJHL/Olivia Slagle

Besuch lenkt Blick auf lebensrettende Zusammenarbeit zwischen AVK und anglikanischem Al Ahli-Krankenhaus in Gaza

(LWI) – Dr. Fadi Atrash, Geschäftsführer des Auguste Viktoria-Krankenhauses (AVK) in Ostjerusalem, hofft, dass der Besuch der Erzbischöfin von Canterbury, Sarah Mullally, deutlich machen wird, dass dringend wieder ein humanitärer Korridor eröffnet werden muss und palästinensische Patientinnen und Patienten den Gazastreifen für dringend benötigte Behandlungen verlassen dürfen müssen.

Zu Beginn ihrer fünftägigen Pilgerreise nach Palästina und Israel besuchte die anglikanische Erzbischöfin das Krankenhaus des Lutherischen Weltbundes (LWB). Gemeinsam mit Mitarbeitenden des AVK führte Atrash sie durch die Einrichtung, die für ihre spezialisierten Krebs- und Nierenbehandlungen bekannt ist. Diese Behandlungen sind weder in Gaza noch im Westjordanland anderweitig verfügbar.

Nach Begegnungen mit Patientinnen, Patienten und Mitarbeitenden des Krankenhauses sagte Erzbischöfin Mullally, sie und ihre Delegation hätten einen Einblick in die Herausforderungen erhalten, mit denen das gesamte palästinensische Gesundheitssystem in Gaza und im Westjordanland konfrontiert sei. Nach Besuchen in weiteren Gesundheits- und Sozialeinrichtungen sagte sie: „Beten Sie mit mir für die vielen mutigen Mitarbeitenden im Gesundheits- und Sozialwesen, die Kranke begleiten und Menschen in Not beistehen. Christus widmete einen großen Teil seines Wirkens der Heilung und Begleitung kranker Menschen. Dieser Dienst wird heute von palästinensischen Christinnen und Christen fortgeführt.“

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Dr. Fadi Atrash erläutert Erzbischöfin Mullally die Geschichte, Vision und Mission des Krankenhauses. Foto: ELKJHL/Olivia Slagle

Dr. Fadi Atrash erläutert Erzbischöfin Mullally die Geschichte, Vision und Mission des Krankenhauses. Foto: ELKJHL/Olivia Slagle

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Erzbischöfin Mullally im Gespräch mit Bischof Imad Haddad von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land während ihres Besuchs im AVK. Foto: ELKJHL/Olivia Slagle

Erzbischöfin Mullally im Gespräch mit Bischof Imad Haddad von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land während ihres Besuchs im AVK. Foto: ELKJHL/Olivia Slagle

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Gruppenfoto vor dem Auguste Viktoria-Krankenhaus am Ende des Besuchs der Erzbischöfin von Canterbury. Foto: ELKJHL/Olivia Slagle

Gruppenfoto vor dem Auguste Viktoria-Krankenhaus am Ende des Besuchs der Erzbischöfin von Canterbury. Foto: ELKJHL/Olivia Slagle

Begleitet vom anglikanischen Erzbischof in Jerusalem, Hosam Naoum, wurde Mullally bei ihrer Ankunft im Auguste Viktoria-Krankenhaus von Bischof Imad Haddad von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land (ELKJHL) begrüßt. Das AVK gehört zum Krankenhausverbund in Ostjerusalem und arbeitet eng mit dem anglikanischen Al Ahli-Arab-Krankenhaus in Gaza-Stadt zusammen, das während des Krieges in Gaza schwer beschädigt wurde.

„Dieser Besuch ist für mich, für das AVK und für das anglikanische Al Ahli-Arab-Krankenhaus von großer Bedeutung. Er macht unsere gemeinsame Arbeit sichtbar, mit der wir versuchen, Menschenleben in Gaza zu retten“, sagte Atrash. „Unsere Partnerschaft ist deshalb so wichtig, weil sie Leistungen ermöglicht, die in keinem anderen Krankenhaus in Gaza verfügbar sind. Ein solch hochrangiger Besuch unterstützt unsere Advocacy-Arbeit und lenkt den Blick der britischen Regierung auf die Notwendigkeit, alle beteiligten Akteure vor Ort dazu anzuhalten, unsere Arbeit zu unterstützen“, fügte er hinzu.

Hinsichtlich der erhofften Wirkung des Besuchs sagte Atrash: „Die wichtigste Botschaft ist, dass mehr Menschen die Ausreise aus Gaza für medizinische Behandlungen ermöglicht werden muss. Dafür muss der humanitäre Korridor zwischen Gaza und dem Krankenhausverbund in Ostjerusalem wieder geöffnet werden. Wir hoffen außerdem, dass die gemeinsame Arbeit des AVK und des anglikanischen Al Ahli-Krankenhauses gestärkt wird. Damit könnte eine umfassendere Versorgung von Krebspatientinnen und Krebspatienten in Gaza beginnen.“

LWB/P. Hitchen
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