Kreuzestheologien: Solidarität mit den Leidenden

08 Mai 2026

Redaktionsteam der Studiengruppe führt Arbeit an Dokument für die weltweite lutherische Kirchengemeinschaft fort.

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Mitglieder des Redaktionsteams der LWB-Studiengruppe „Kreuzestheologien für das 21. Jahrhundert“ mit Generalsekretärin Pfarrerin Dr. Anne Burghardt und weiteren Mitarbeitenden im Büro der Kirchengemeinschaft in Genf. Foto: LWB/A. Danielsson

Mitglieder des Redaktionsteams der LWB-Studiengruppe „Kreuzestheologien für das 21. Jahrhundert“ mit Generalsekretärin Pfarrerin Dr. Anne Burghardt und weiteren Mitarbeitenden im Büro der Kirchengemeinschaft in Genf. Foto: LWB/A. Danielsson

Fortschritte im LWB-Studienprozess über kirchliches Handeln in der Welt

Kirchen Orientierung geben

(LWI) – Die Studiengruppe des Lutherischen Weltbundes (LWB) zu Kreuzestheologien für das 21. Jahrhundert kommt mit ihrer Arbeit voran. Vom 1. bis 3. Mai traf sich das Redaktionsteam der Gruppe im Büro der Kirchengemeinschaft in Genf, um ein Dokument zum Thema für die weltweite Kirchengemeinschaft zu erarbeiten.

Das Kreuz Christi ist Herzstück des lutherischen Glaubens. Die Studiengruppe zu diesem Thema wurde im Juni 2024 vom LWB-Rat eingesetzt. Grundlage dafür war eine Resolution der Dreizehnten Vollversammlung, laut der untersucht werden soll, was die Verkündigung des Evangeliums angesichts der Herausforderungen unserer Zeit bedeutet. Bei dem Treffen in Genf arbeiteten vier Mitglieder gemeinsam konzentriert an der Formulierung eines Studiendokuments, das unter Einbeziehung unterschiedlicher theologischer Perspektiven der Frage nachgehen wird, wie die Kirchen die Welt verstehen und in ihr handeln.

Die Mitglieder des Redaktionsteams betonten, dass die Kreuzestheologie im Leben, im Tod und in der Auferstehung Christi verwurzelt sei. Sie präge, wie die Kirchen die Welt verstehen und in ihr handelten, erklärte Lea Schlenker, die LWB-Programmreferentin für globale lutherische Theologie. Sie begleitet den Prozess, der sowohl Online- als auch Präsenztreffen umfasst.

„Es ist wichtig zu verstehen, dass die Kreuzestheologie nicht lediglich eine Lehre unter vielen ist“, sagte Schlenker. „Vielmehr ist sie eine Brille, durch die wir auf unsere Welt blicken: aus dem Blickwinkel des Leids, zugleich aber mit einer in Christi Auferstehung begründeten Hoffnung, dass Ungerechtigkeit, Gewalt und Tod nicht das letzte Wort haben.“

Das entstehende Studiendokument wird Leitgedanken und Empfehlungen für den Umgang der Kirchen mit irreführenden Theologien enthalten und Bezug nehmen auf die Erfahrungen der Mitgliedskirchen sowie verwandte Arbeiten zu lutherischen Identitäten und lutherischer Theologie. Ziel ist es, Kirchen ein Hilfsmittel an die Hand zu geben, solidarisch an der Seite leidender Menschen zu stehen und Gemeinschaften zu fördern, die Gottes sich selbst hingebende Liebe widerspiegeln.

Leiterin der Studiengruppe, der Theologinnen und Theologen, kirchliche Leitungspersonen sowie nichtordinierte und ordinierte Fachleute angehören, ist Pfarrerin Dr. Arnfríður Guðmundsdóttir, LWB-Vizepräsidentin für die Region Nordische Länder. Sie leitete auch das Treffen in Genf. Weitere Mitglieder des Redaktionsteams sind Pfarrerin Dr. Kirsi Stjerna von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Amerika, Tsion Seyoum Meren von der Äthiopischen Evangelischen Kirche Mekane Yesus und Pfr. Cornelius Haposan Sinaga von der Protestantisch-Christlichen Batak-Kirche in Indonesien. Ein Bericht der Studiengruppe wird dem LWB-Rat bei seiner Tagung 2028 vorgelegt werden.

LWB/P. Mumia
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