Begründet in der lutherischen Identität, im Dienst lokaler Gemeinschaften

11 Sep 2026

Führungskräfte der LWB-Mitgliedskirchen in Indonesien lernen, als „Brücken“ das lutherische Bekenntnis in praktische Programme und seelsorgerische Initiativen umzusetzen.

Image
LWB-Regionalsekretärin Pfarrerin Dr. Rospita Siahaan und die LWB-Programmreferentin für transformative Führung, Pfarrerin Katariina Kiilunen (4. und 5. von rechts) mit Teilnehmendenr des Fortbildungsprogramms. Foto: KN - LWB

LWB-Regionalsekretärin Pfarrerin Dr. Rospita Siahaan und die LWB-Programmreferentin für transformative Führung, Pfarrerin Katariina Kiilunen (4. und 5. von rechts) mit Teilnehmendenr des Fortbildungsprogramms. Foto: KN - LWB

Ein Fortbildungsprogramm für Kirchenleitende in Indonesien bietet Raum für intensive Reflexion, Dialog und gegenseitiges Lernen

Wie sieht verantwortungsvolle Theologie im indonesischen Kontext aus? Wie trägt sie zur Entwicklung gläubiger, engagierter und verantwortungsbewusster Kirchenleitender bei? Was bedeutet es für sie, sich selbst und ihre Gemeinden als Teil einer größeren Gemeinschaft lutherischer Kirchen in Ländern rund um den Globus zu verstehen?

Das waren einige der zur Diskussion gestellten Fragen eines Fortbildungsprogramms zum Thema „Verantwortungsvolle Theologie und transformative Führung“, das vom 3. bis 5. September für rund 50 ordinierte Seelsorgerinnen und Seelsorger und Laienpersonal in Leitungsfunktion von Kirchen in Indonesien in Parapat in der Provinz Nord-Sumatra stattfand. Veranstaltet wurde es vom Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes (KN - LWB) in Indonesien und dem Büro der LWB-Kirchengemeinschaft.

Zu den Teilnehmenden gehörte Führungspersonal von Abteilungen und Büros, das sich mit verschiedenen Bereichen wie Theologie, Diakonie, Mission, Jugend, Frauen, Gerechtigkeit und Frieden, Kommunikation und Verwaltung innerhalb der 14 LWB-Mitgliedskirchen in Indonesien befasst. Das Fortbildungsprogramm war als Begegnungsraum für Reflexion, Dialog und gegenseitiges Lernen konzipiert und zielte darauf ab, das Verständnis der Teilnehmenden für verantwortungsvolle Theologie in ihrem nationalen und lokalen Kontext zu vertiefen und gleichzeitig ihr Bewusstsein für eine gemeinschaftsweite lutherische Identität zu stärken.

Führungskräfte haben die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Dienste der Kirche tief in ihrer theologischen Identität begründet bleiben und gleichzeitig weise und mitfühlend auf die Realitäten der Gemeinschaften reagieren, denen sie dienen.

Pfarrerin Katariina Kiilunen, Programmreferentin für transformative Führung beim LWB

„Die Berufung dieser Führungskräfte geht über das reine Organisationsmanagement hinaus“, sagte Pfarrerin Katariina Kiilunen, LWB-Programmreferentin für transformative Führung und eine der Moderierenden des intensiven dreitägigen Programms. „Sie fungieren als wichtige Brücken und setzen das lutherische Bekenntnis in Richtlinien, Programme, seelsorgerische Initiativen und Praktiken um, die das tägliche Zeugnis ihrer Kirchen bestimmen.“

Image
Gruppenfoto der Teilnehmenden des Fortbildungsprogramms in Parapat. Foto: KN-LWB

Gruppenfoto der Teilnehmenden des Fortbildungsprogramms in Parapat. Foto: KN-LWB

Image
Die Programmreferentin für transformative Führung des LWB, Pfarrerin Katariina Kiilunen (links), und die Regionalsekretärin des LWB, Pfarrerin Dr. Rospita Siahaan (rechts), im Gespräch mit Teilnehmenden des Programms. Foto: KN-LWB

Die Programmreferentin für transformative Führung des LWB, Pfarrerin Katariina Kiilunen (links), und die Regionalsekretärin des LWB, Pfarrerin Dr. Rospita Siahaan (rechts), im Gespräch mit Teilnehmenden des Programms. Foto: KN-LWB

„Sie sind daher mit einem Dienst der verantwortungsvollen Haushalterschaft betraut“, fuhr Kiilunen fort, „indem sie sicherstellen, dass die Dienste der Kirche tief in ihrer theologischen Identität begründet bleiben und gleichzeitig weise und mitfühlend auf die Realitäten der Menschen reagieren, denen sie dienen. Am Ende dieses gemeinsamen Lernprozesses hoffen wir, dass sie neu motiviert und gestärkt in ihrem Engagement in ihre Kirchen zurückkehren und dafür sorgen, dass die ihnen anvertrauten Dienste weiterhin dem Glauben, dem Zeugnis und der Berufung der weltweiten lutherischen Gemeinschaft entsprechen.“

Pfarrer Dr. Jhon Piter Simorangkir, Leiter der Abteilung für kirchlichen Dienst und Auftrag der Christlich-Protestantischen Kirche in Indonesien, sagte, die Teilnehmer seien „zu einem tieferen Verständnis der Bedeutung und des Wertes der lutherischen Theologie gelangt, insbesondere des Gedankengangs des Augsburger Bekenntnisses, das von Gottes Wirken und Handeln Zeugnis ablegt. „Zwar sind die Menschen nicht in der Lage, sich selbst zu erlösen“, so seine Überlegung, „doch ist Gottes Heilswirken seit jeher die Grundlage und die Motivation dafür, dass die Menschen aktiv am Leben und Wirken der Kirche und der Gesellschaft teilnehmen.“

Die LWB-Regionalsekretärin für Asien, Pfarrerin Dr. Rospita Siahaan, stellte fest, dass das Fortbildungsprogramm einen bedeutenden neuen Schritt für das KN - LWB darstelle, da es die Führungskräfteausbildung über die örtlichen Gemeinden hinaus auf das oberste Entscheidungsgremium der Kirche ausweite. „Dies ist eine wichtige Gelegenheit, die lutherische Identität und Führung auf der Ebene zu stärken, auf der in der Kirche Entscheidungen getroffen werden“, sagte sie. „Indem wir das Verständnis dieser Führungskräfte für die lutherische Lehre vertiefen, befähigen wir sie, lutherische Perspektiven bewusster in das Leben und Zeugnis der Kirche einzubringen, das auf dem Evangelium, der frohen Botschaft von Gottes Liebe und Befreiung für alle Menschen gründet.“

LWB/P. Hitchen
Thematiken:
Land:
Indonesien
Region: