Von Überschwemmungen betroffene Gemeinwesen in Nepal benötigen dringend Notunterkünfte und Winterausrüstung
Der LWB verteilt weiterhin Hilfsgüter an von Überschwemmungen betroffene Haushalte im Norden Nepals, doch anhaltende heftige Regenfälle und der bevorstehende Winter lassen den Bedarf steigen.
LWB Nepal verteilt weiterhin Hilfsgüter an überschwemmungsbetroffene Gemeinden im nördlichen Distrikt Rasuwa. Ein Mann trägt Lebensmittel zu seinem Zuhause in Uttargaya, Rasuwa. Foto: LWB Nepal
Hilfe des LWB erreicht Familien, doch mit nahendem Winter wächst der Bedarf
(LWI) – Der Lutherische Weltbund (LWB) verteilt weiterhin Lebensmittelpakete, Hygienesets für Frauen und Mädchen, Küchenutensilien und Winterausrüstung an Menschen in den nördlichen Distrikten Nepals, die von wiederholten Überschwemmungen betroffen sind. Zudem bietet er psychosoziale Unterstützung. Doch angesichts anhaltender heftiger Regenfälle und des bevorstehenden Winters wächst der Bedarf.
„Anhaltende Regenfälle, örtliche Straßensperrungen und der nahende Winter könnten den Zugang zu schwer erreichbaren Dörfern weiter einschränken. Auf diese Gemeinschaften konzentriert sich die Katastrophenhilfe des LWB“, erklärt Dr. Bijaya Bajracharya, Leiter des LWB-Länderprogramms in Nepal.
Im August löste der Kollaps eines Gletschersees in der Himalaya-Region Sturzfluten in den Einzugsgebieten der Flüsse Bhote Koshi und Trishuli aus. Im Distrikt Rasuwa, wo das LWB-Länderprogramm Nothilfe leistet, waren mehr als 40.000 Menschen unmittelbar betroffen.
In unserem Dorf bieten Mitarbeitende von LWB Nepal psychosoziale Beratung und Unterstützung an. Sie besuchen die Haushalte und helfen den Menschen, mit der schwierigen Situation zurechtzukommen
Lal Bahadur Lama, gewählter Vertreter aus dem Distrikt Rasuwa, Nepal
„In unserem Dorf bieten Mitarbeitende von LWB Nepal psychosoziale Beratung und Unterstützung an. Sie besuchen die Haushalte und helfen den Menschen, mit der schwierigen Situation zurechtzukommen“, berichtete Lal Bahadur Lama, gewählter Vertreter eines der am stärksten betroffenen Ortsteile der ländlichen Gemeinde Uttargaya in Rasuwa. Seine Familie gehört zu den 320 Haushalten, die Hilfsgüter erhalten haben, darunter Reis, Linsen, Salz, Speiseöl und Hygienesets sowie warme Kleidung für ältere Menschen.
Lama bedankte sich besonders für das Hygieneset für Frauen und Mädchen. „Es wurde wohlüberlegt zusammengestellt und enthält wichtige Dinge für unseren Alltag, darunter viele Dinge, die insbesondere meine Frau und meine Tochter gut gebrauchen können. Diese Unterstützung bedeutet unserer Familie sehr viel“, fügte er hinzu.
Der gewählte Gemeindevertreter Lal Bahadur Lama übergibt einer Einwohnerin von Uttargaya im Distrikt Rasuwa ein Hygieneset. Foto: LWB Nepal
Eine Gruppe von Frauen aus überschwemmungsbetroffenen Haushalten, die vom LWB Nepal Hilfsgüter erhalten haben. Foto: LWB Nepal
Viele Familien sind dankbar für die Hygienesets für Frauen und Mädchen. Hier übergibt eine Mitarbeiterin von LWB Nepal eine Tasche mit Hygiene- und Sanitärartikeln. Foto: LWB Nepal
Weitere Familien, die der LWB mit seiner Hilfe erreicht hat, zeigten sich sichtlich dankbar für die Lebensmittelspenden. „Ich bin sehr froh, weil ich mir in den nächsten Wochen keine Sorgen machen muss, wie ich meine Familie ernähren soll“, sagte eine Frau.
Mehr als 1.452 Menschen sind bei den Überschwemmungskatastrophen in Nepal ums Leben gekommen. Unzählige Gebäude, bebaute Felder, Straßen und andere Infrastruktur wurden zerstört oder beschädigt. Über 5.200 Menschen werden noch vermisst, fast 14.000 konnten gerettet werden. Hunderte von ihnen sind in Notunterkünften im Distrikt Rasuwa untergebracht.
Es braucht anhaltende Unterstützung, um den Wiederaufbau zu ermöglichen, die Widerstandsfähigkeit zu stärken und Lebensgrundlagen wiederherzustellen.
Dr. Bijaya Bajracharya, Leiter des LWB-Länderprogramms in Nepal
Der LWB Nepal will seine Hilfe gemeinsam mit seinen Partnerorganisationen auf weitere Distrikte ausweiten. Länderprogrammleiter Bajracharya betont: „Es braucht anhaltende Unterstützung, um den Wiederaufbau zu ermöglichen, die Widerstandsfähigkeit zu stärken und Lebensgrundlagen wiederherzustellen.“