LWB begrüßt neues Oberhaupt der Kirche in Nicaragua, Bischöfin Katia María Cortez
Der LWB gratuliert dem neuen Oberhaupt der nicaraguanischen Kirche, die sich besonders für marginalisierte und benachteiligte Bevölkerungsgruppen einsetzen möchte.
Bischöfin Katia María Cortez nach ihrer Amtseinführung als neues Oberhaupt der Nicaraguanischen Lutherischen Kirche Glaube und Hoffnung. Foto: Álvaro Javier Cruz Ruíz
Bischöfin Katia María Cortez sichert Engagement „in Bescheidenheit und Hoffnung“ zu
(LWI) – Der Lutherische Weltbund (LWB) hat Pfarrerin Katia María Cortez als neue Bischöfin der Nicaraguanischen Lutherischen Kirche Glaube und Hoffnung (Iglesia Luterana de Nicaragua Fe y Esperanza – ILFE) begrüßt. Er würdigte dabei den Einsatz der Kirche, die sich vor allem für die vulnerabelsten Menschen einsetzt.
„Wir danken Gott für Bischöfin Katia Cortéz und ihren Dienst sowie für ihr Zeugnis für Glauben und Hoffnung. Möge der Heilige Geist der Bischöfin und den Gemeinden der ILFE bei allen Aufgaben beistehen, möge sie sich – in guten und in schweren Zeiten– begleitet und als Teil der Gemeinschaft in Christus fühlen“, sagte die LWB-Regionalreferentin für Lateinamerika und die Karibik sowie Nordamerika, Pfarrerin Sonia Skupch.
Bei der Amtseinführung von Bischöfin Cortez am 26. April in der Nicaraguanischen Lutherischen Kirche Glaube und Hoffnung in der Hauptstadt Managua wurde auch das Wirken früherer Bischöfinnen und Bischöfe, Pfarrerinnen und Pfarrer sowie nicht-ordinierter Leitungsverantwortlicher der ILFE gewürdigt, die die Kirche über die Jahre hinweg geprägt haben.
Ich nehme dieses Amt demütig und voller Hoffnung an und vertraue darauf, dass Gott uns den richtigen Weg weist, um eine Kirche zu sein, die bei den Menschen ist, ihnen zuhört und entsprechend handelt – ganz besonders an der Seite derer, die am meisten leiden – und das Evangelium engagiert und mutig im Kontext unserer Lebenswelt verkündet.
Bischöfin Katia María Cortez, Nicaraguanische Lutherische Kirche Glaube und Hoffnung
„Ich nehme dieses Amt demütig und voller Hoffnung an und vertraue darauf, dass Gott uns den richtigen Weg weist, um eine Kirche zu sein, die bei den Menschen ist, ihnen zuhört und entsprechend handelt – ganz besonders an der Seite derer, die am meisten leiden – und das Evangelium engagiert und mutig im Kontext unserer Lebenswelt verkündet“, sagte Bischöfin Cortez. „Es hat mich tief bewegt, die Gesichter der vielen Menschen aus unseren Gemeinden im Gottesdienst zu sehen. Ihre Dankbarkeit und Freude zu sehen, hat mir noch einmal bestätigt, dass ich nicht allein bin. Wie ich bereits im Gottesdienst gesagt habe: Das Bischofsamt ist ein Dienst an den Menschen, nicht die Herrschaft über sie.“
Bei dem Festgottesdienst waren zahlreiche Mitglieder der ILFE-Gemeinden, Vertreterinnen und Vertreter anderer christlicher Gemeinden des Landes, Delegationen der Partnersynoden, internationale Partner sowie weitere Gäste versammelt.
Die Predigt hielt Pfarrer Dr. Rafael Malpica Padilla. Der Professor für lutherische Theologie in Chicago und ehemaliger Direktor für Diakonie und Gerechtigkeit bei der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Amerika (ELKA) rief die neue Bischöfin auf, ihre Berufung voller Mut anzunehmen, inmitten von Schwierigkeiten ein Lichtstrahl zu sein und bei ihrer Arbeit für den Wandel voll und ganz auf Gottes Führung zu vertrauen.
Menschen aus verschiedenen Orten und Ländern waren gekommen, um gemeinsam mit der Gemeinde vor Ort die Amtseinführung der neuen Bischöfin der ILFE mitzuerleben. Foto: ILFE
Gäste aus anderen Kirchen mit Verantwortlichen der ILFE. Foto: ILFE/Carlos Aguirre
Mit Blick auf die Verbundenheit in der weltweiten Kirche sprach die Bischöfin der ELKA-Synode von South Dakota, Constanze Hagmaier, die Hoffnung aus, Cortez möge sich in schwierigen Zeiten an die Menschen erinnern, die bei ihrer Amtseinführung anwesend waren, und „Freude finden, die dich in deiner Berufung als Bischöfin der ILFE stärkt“.
Bischöfin Katia María Cortez ist Nachfolgerin der 2023 verstorbenen Bischöfin Victoria Cortez Rodríguez. Die nicaraguanische Kirche hat etwas mehr als 10.200 Mitglieder und gehört dem LWB seit 1994 an.