Erklärung: Rechte und Würde der Menschen in Grönland müssen respektiert werden
Die Verantwortlichen des LWB äußern sich besorgt über die jüngsten Maßnahmen und Äußerungen der US-Regierung und fordern diese nachdrücklich zur Achtung der Rechte und der Würde der Menschen in Grönland auf.
„Menschen und ihre Zukunft stehen nicht zum Verkauf, und die Menschen in Grönland haben das unveräußerliche Recht, über ihre eigene Zukunft zu entscheiden“, sagen LWB-Präsident Stubkjær und LWB-Generalsekretärin Burghardt. Das Foto zeigt das Dorf Ittoqqortoormiit in Grönland. Foto: Annie Spratt
LWB fordert USA in Erklärung zu „Zurückhaltung, Respekt und Dialog“ im Umgang mit Menschen in Grönland auf
(LWI) – Der Lutherische Weltbund (LWB) fordert die Vereinigten Staaten von Amerika in allen politischen Angelegenheiten im Zusammenhang mit der Bevölkerung Grönlands zu „Zurückhaltung, Respekt und Dialog“ auf. In einer Erklärung bekräftigt der LWB seine „uneingeschränkte Unterstützung für die Evangelisch-Lutherische Kirche in Grönland, die indigenen Völker Grönlands und alle anderen Menschen, die in diesem Land leben,“ und bringt seine tiefe Besorgnis über die jüngsten Schritte und Äußerungen der US-Regierung zum Ausdruck.
In der von LWB-Präsident Bischof Henrik Stubkjær und Generalsekretärin Pfarrerin Dr. Anne Burghardt unterzeichneten Erklärung heißt es: „Menschen und ihre Zukunft stehen nicht zum Verkauf, und die Menschen in Grönland haben das unveräußerliche Recht, über ihre eigene Zukunft zu entscheiden.“ Der LWB fordert die internationale Staatengemeinschaft auf, sich an die Seite Grönlands zu stellen, und ruft die LWB-Mitgliedskirchen auf, für Frieden unter Völkern und Nationen zu beten.
Erklärung
Der Lutherische Weltbund (LWB) ist tief besorgt über die jüngsten Maßnahmen und Äußerungen der US-amerikanischen Regierung, die Grönland und seine Bevölkerung als strategische oder wirtschaftliche Objekte betrachtet und nicht als eine Gesellschaft von Menschen mit voller Würde und einem selbstbestimmten politischen, kulturellen und spirituellen Leben.
Menschen und ihre Zukunft stehen nicht zum Verkauf, und die Menschen in Grönland haben das unveräußerliche Recht, über ihre eigene Zukunft zu entscheiden. In der gegenwärtigen Situation geht es nicht nur um politische Interessen, sondern es stehen grundlegende Themen wie Menschenwürde, Menschenrechte und die Achtung des Völkerrechts auf dem Spiel, insbesondere die in der Charta der Vereinten Nationen verankerten Grundsätze der Souveränität, der friedlichen Streitbeilegung und der Selbstbestimmung.
Der LWB bekräftigt seine uneingeschränkte Unterstützung für die Evangelisch-Lutherische Kirche in Grönland, die indigenen Völker Grönlands und alle anderen Menschen, die in diesem Land leben. Der LWB unterstützt den jüngsten Aufruf der Bischöfinnen und Bischöfe Grönlands, der Färöer-Inseln und Dänemarks zu Frieden und einem respektvollen Umgang miteinander unter den Nationen.
Der LWB fordert daher die US-Regierung auf, bei allen politischen Entscheidungen in Bezug auf Grönland Zurückhaltung und Respekt zu üben und den Dialog zu suchen. Der LWB ruft die internationale Staatengemeinschaft auf, sich an die Seite Grönlands zu stellen und für das Selbstbestimmungsrecht seiner Bevölkerung einzutreten. Friedliche Beziehungen zwischen Nationen und Völkern sind darauf angewiesen, dass man denjenigen zuhört, die am unmittelbarsten betroffen sind, ihre Stimmen ernst nimmt und jede Form von kultureller, politischer, sicherheitspolitischer oder wirtschaftlicher Dominanz ablehnt.
Ferner ruft der LWB seine Mitgliedskirchen auch weiterhin zum Gebet für Frieden zwischen Nationen und Völkern auf. Unsere Gebete verpflichten uns, auf eine Art und Weise die Stimme zu erheben und zu handeln, die Gerechtigkeit, gegenseitigen Respekt und die Freiheit aller Völker und Kirchen zur Gestaltung ihrer eigenen Zukunft fördert.
Bishop Henrik Stubkjær
Präsident
Lutherischer Weltbund
Rev. Dr Anne Burghardt
Generalsekretärin
Lutherischer Weltbund