Advocacy-Arbeit für Klimafinanzierung zum Schutz von Gemeinschaften

28 Sep 2026

Der LWB mahnt entschlosseneres staatliches Handeln an, um Gemeinschaften, Menschen und ihre Lebensgrundlagen vor den zunehmenden Folgen des Klimawandels zu schützen.

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Zu den Mitwirkenden bei der Veranstaltung glaubensbasierter Organisationen zur Klimafinanzierung im Rahmen der 63. Tagung des Menschenrechtsrats in Genf gehörte auch LWB-Programmreferentin für Klimagerechtigkeit Elena Cedillo (Dritte von rechts). Foto: Franciscans International

Zu den Mitwirkenden bei der Veranstaltung glaubensbasierter Organisationen zur Klimafinanzierung im Rahmen der 63. Tagung des Menschenrechtsrats in Genf gehörte auch LWB-Programmreferentin für Klimagerechtigkeit Elena Cedillo (Dritte von rechts). Foto: Franciscans International

Mündliche Stellungnahme des LWB bei der 63. Tagung des UN-Menschenrechtsrats  

(LWI) – Der Lutherische Weltbund (LWB) setzt sich auch bei der laufenden 63. Tagung des Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen (HRC 63) für politische Maßnahmen ein, die Gemeinschaften, Menschen und ihre Lebensgrundlagen besser vor den zunehmenden Bedrohungen infolge des Klimawandels schützen.  

In einer mündlichen Stellungnahme vor dem UN-Menschenrechtsrat betonte der LWB, dass die anhaltenden Finanzierungslücken grundlegende Rechte wie das Recht auf Nahrung, Wasser, Gesundheit, Wohnraum und Lebensgrundlagen ernsthaft gefährden. „Gemeinschaften können die Auswirkungen des Klimawandels nicht einfach aussitzen, während sie auf ausreichende finanzielle Mittel warten“, erklärte der LWB. 

Im Rahmen seiner Foren für Klimagerechtigkeit in mehreren Ländern, insbesondere in Asien und Afrika, dokumentiert der LWB die Auswirkungen extremer Wetterereignisse. Dabei geht es nicht nur um die Zahl der Betroffenen und die unmittelbaren Schäden an Infrastruktur und Lebensgrundlagen. „Unsere Erfahrungen mit Gemeinschaften in verschiedenen Regionen zeigen, dass Klimafinanzierung am wirksamsten ist, wenn die Mittel die Menschen direkt erreichen, auf ihre Lebensrealitäten abgestimmt sind und es ihnen ermöglicht, an Entscheidungen mitzuwirken, die ihr Leben betreffen“, sagte Elena Cedillo, Programmreferentin für Klimagerechtigkeit beim LWB, mit Verweis auf die LWB-Stellungnahme.  

Für Menschen, die sich durch die Folgen des Klimawandels plötzlich in eine prekäre Lage geraten, können die zunehmenden Bedrohungen ganz konkrete Auswirkungen haben: „Es kann darum gehen, nach einer Dürre genug zu essen zu haben, Wohnhäuser vor extremen Wetterereignissen zu schützen oder nach einer Katastrophe die Lebensgrundlagen wieder aufbauen zu können. Es geht um Menschenrechte, Würde und Gerechtigkeit“, betonte die Stellungnahme.  

Der LWB rief die Staaten dazu auf, gemeinschaftliche Initiativen zu finanzieren, die Menschen dabei unterstützen, alternative Lebensgrundlagen zu erschließen und Verluste und Schäden zu bewältigen. Besondere Aufmerksamkeit müsse Frauen und marginalisierten Gruppen gelten, damit diese sich wirksam an politischen Entscheidungen beteiligen können. Zudem müsse geprüft werden, wie der Schutz der Menschenrechte, Transparenz und Rechenschaftspflicht im gesamten Bereich der Klimafinanzierung gestärkt werden können.  

Zur Advocacy-Arbeit des LWB bei der 63. Tagung des Menschenrechtsrats gehörte auch eine Begleitveranstaltung mit einem Bündnis glaubensbasierter Organisationen. Hier ging es um umsetzbare Wege zur Mobilisierung von Klimafinanzierungen und die Frage, wie diese Mittel Anpassungsmaßnahmen unterstützen, Verluste und Schäden ausgleichen und die Widerstandsfähigkeit der Gemeinschaften stärken können. In der Diskussion wurde hervorgehoben, dass die Finanzierung gerecht, verlässlich, zugänglich und menschenrechtsbasiert sein und den am stärksten Betroffenen Vorrang einräumen muss. Sie müsse eine wirksame Beteiligung ermöglichen und Klimagerechtigkeit auf allen Ebenen voranbringen. Bestehende Mechanismen zur Mobilisierung von Finanzmitteln wurden genauer betrachtet und hinsichtlich ihrer Bedeutung für menschenrechtsbasiertes Handeln im Klimabereich bewertet. 

„Letztlich muss es bei der Klimafinanzierung um mehr gehen als um den Transfer von Geld. Sie muss Menschen dabei helfen, wieder Sicherheit zu gewinnen, ihre Stimmen und Handlungsmöglichkeiten zu stärken und angesichts der Folgen des Klimawandels ein Leben in Würde zu führen“, fügte Cedillo hinzu.

LWB/P. Mumia
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