Viele ländliche Regionen in Lateinamerika sind sehr abgelegen. Foto: M. Aronson
Wie Bildung Kindern Zukunft schenkt
Venezuela steckt seit über einem Jahrzehnt in einer tiefen Krise. Acht Millionen Menschen benötigen humanitäre Hilfe. Kinder werden krank, weil es kein sauberes Wasser gibt. Familien leben in prekären Wohnverhältnissen und viele wissen nicht, ob sie am Tag überhaupt eine Mahlzeit haben werden. Die jüngste militärische Intervention der USA hat die Verunsicherung im Land noch verstärkt.
Besonders dramatisch ist die Situation für Schulkinder: Unterricht findet oft in maroden Gebäuden statt, ohne festen Stromanschluss, sauberes Wasser oder sanitäre Anlagen. In entlegenen ländlichen Gegenden, in denen viele indigene Familien leben, erschweren lange Wege den Schulbesuch.
Auch Schulmaterialien wie Taschen, Hefte und Stifte bedeuten für viele Familien eine große Entlastung. Foto: LWB Kolumbien-Venezuela
Der Lutherische Weltbund unterstützt besonders benachteiligte Gemeinden. In der Schule des entlegenen Dorfs Pedernales etwa wurden die Toiletten saniert und ein solarbetriebenes Wassersystem installiert. Dadurch gibt es endlich ausreichend sauberes Wasser.
Außerdem wurde ein ehemaliger Lagerraum in ein zusätzliches Klassenzimmer umgewandelt. Dort können Kinder indigener Familien, die aufgrund von Armut und Sprachbarrieren oft gar nicht oder nur kurz zur Schule gehen, jetzt zusätzlich gefördert werden. Die Schule ist so zu einem sicheren und kindgerechten Ort geworden.
Der LWB verteilt auch Schulmaterialien und schult Lehrkräfte zu Themen wie Kinderschutz und Klimarisiken. Darüber hinaus erhalten Familien Grundnahrungsmittel wie Reis, Bohnen und Öl. Unterstützung in rechtlichen Angelegenheiten sowie Hilfe bei der Existenzgründung ermöglichen es den Menschen, sich stabile Lebensgrundlagen zu schaffen.