Menschenrechtslage von Vertriebenen muss verbessert werden

09 Okt 2026

Am Ende der 63. Sitzung des UN-Menschenrechtsrats begrüßen der LWB und eine Koalition verschiedener zivilgesellschaftlicher Organisationen die Zusagen der mosambikanischen Regierung, die Lage der Binnenvertriebenen im Land verbessern zu wollen.

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Ein Vertreter der mosambikanischen Zivilgesellschaft, Dr. Chele Sousa, und Ester Wolf, die leitende Verantwortliche für Advocacyarbeit für Menschenrechte beim LWB, vor dem UN-Gebäude in Genf, Schweiz. Foto: LWB/Melisa Kisacik

Ein Vertreter der mosambikanischen Zivilgesellschaft, Dr. Chele Sousa, und Ester Wolf, die leitende Verantwortliche für Advocacyarbeit für Menschenrechte beim LWB, vor dem UN-Gebäude in Genf, Schweiz. Foto: LWB/Melisa Kisacik

LWB begrüßt Annahme der UPR-Empfehlungen zum Schutz von Binnenvertriebenen in Mosambik

(LWI) – Am Ende der 63. Sitzung des Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen haben der Lutherische Weltbund (LWB) und eine Koalition zivilgesellschaftlicher Organisationen aus Mosambik die Erklärung der Regierung des Landes begrüßt, die Lage der Binnenvertriebenen im Land verbessern zu wollen.

Die allgemeine regelmäßige Überprüfung (Universal Periodic Review, UPR) Mosambiks im Rahmen der Sitzung des Menschenrechtsrats vom 7. September bis 7. Oktober in Genf endete damit, dass die Regierung 284 der 292 Empfehlungen zur Menschenrechtslage im Land annahm. Darunter sind auch eine Reihe von Empfehlungen, für die sich das Forum zur Überwachung der Mechanismen der allgemeinen regelmäßigen Überprüfung in Mosambik (FMMRPU) mit Unterstützung des LWB eingesetzt hatte.

Im Vorfeld des UPR wurde dem UN-Menschenrechtsrat im Februar 2026 in Genf ein gemeinsamer Bericht des FMMRPU, des LWB und weiterer Partnerorganisationen vorgelegt, in dem insbesondere die Lage in der nördlichen Provinz Cabo Delgado hervorgehoben wurde. Dort gelten aufgrund der seit 2017 andauernden humanitären Krise rund 450.000 Menschen als Binnenvertriebene.

In einer Stellungnahme zum Ergebnis des UPR unterstrich ein Vertreter des FMMRPU, Dr. Chele Sousa: „Die Menschenrechtslage kann langfristig nur verbessert werden, wenn Mosambik die rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen stärkt, die der Achtung, dem Schutz und der Verwirklichung der Rechte seiner Bevölkerung dienen.“ Besonders anfällig für Menschenrechtsverletzungen und die Folgen klimabedingter Katastrophen seien Kinder, Frauen, Geflüchtete, Binnenvertriebene und Menschen mit Behinderungen, erklärte er.

Sousa hob insbesondere eine der Empfehlungen hervor, in der Mosambik dringend aufgefordert wird, umfassenden Schutz und eine Grundversorgung beispielsweise durch einen gerechten Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung und einer grundlegenden Daseinsfürsorge zu gewährleisten. Diese Pflicht der Regierung „bietet uns eine sehr gute Grundlage, um zu Hause weiterhin gemeinsam konkrete Maßnahmen zum Schutz der Rechte von Binnenvertriebenen auszuarbeiten und umzusetzen“, führte er aus.

Ester Wolf, die leitende Verantwortliche für Advocacyarbeit für Menschenrechte beim LWB, betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit mit dem FMMRPU und anderen Partnerorganisationen im Rahmen der verschiedenen Prozesse des Menschenrechtsrats. „Wir sind zuversichtlich, dass die UPR dazu beiträgt, Lösungen zur Verbesserung der Menschenrechtslage zu finden und dafür zu sorgen, dass die Stimme der betroffenen Menschen von ihren Regierungen besser gehört wird“, sagte sie.

LWB-Mitarbeitende
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