Evangelische Kirche am La Plata wählt neues Oberhaupt und bekräftigt Bekenntnis zur Mission

21 Okt 2026

Pfr. David Cirigliano wurde auf der jüngsten Generalsynode der Evangelischen Kirche am La Plata zum neuen Präsidenten der Kirche gewählt. Der LWB hat seine Wahl begrüßt.

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Handauflegung für Pfr. David Cirigliano bei der Amtseinführung als neuer Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche am La Plata, die Gemeinden in drei Ländern hat: in Argentinien, Paraguay und Uruguay. Foto: LWB/E. Albrecht

Handauflegung für Pfr. David Cirigliano bei der Amtseinführung als neuer Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche am La Plata, die Gemeinden in drei Ländern hat: in Argentinien, Paraguay und Uruguay. Foto: LWB/E. Albrecht

LWB gratuliert Kirchenpräsident Pfr. David Cirigliano

(LWI) – Die Evangelische Kirche am La Plata (Iglesia Evangélica del Río de la Plata – IERP) hat ein neues Oberhaupt: Kirchenpräsident Pfr. David Juan Cirigliano wurde jüngst von der 47. IERP-Generalsynode, die vom 8. bis 11. Oktober in der Gemeinde Alto Paraná in Hohenau, Paraguay, unter dem Motto „Ich mache alles neu“ stattfand, in dieses Amt gewählt.

Cirigliano tritt die Nachfolge von Pfr. Leonardo Schindler an, der das Amt an der Spitze der Kirche nach acht Jahren abgibt. Die IERP hat Gemeinden in drei Ländern: in Argentinien, Paraguay und Uruguay.

Die Regionalreferentin des Lutherischen Weltbundes (LWB) für Lateinamerika und die Karibik sowie Nordamerika, Pfarrerin Sonia Skupch, begrüßte die Wahl von Cirigliano und versicherte das neu gewählte Oberhaupt der Unterstützung des LWB zu Beginn seiner Tätigkeit. „Möge die Hoffnung, die in unserem Glauben an den Auferstandenen wurzelt, Ihnen in Ihrem Wirken Kraft und Orientierung geben. Möge unsere Gemeinschaft in Christus Ihnen in einer Welt, die von großen Unsicherheiten und Herausforderungen geprägt ist, Halt geben und die IERP weiterhin unterstützen, sich zu einer Kirche zu entwickeln, in der Gnade und Barmherzigkeit im Alltag gelebt werden“, sagte sie.

Wort Gottes muss weitergegeben werden

Nach seiner Wahl richtete Cirigliano eine persönliche Botschaft an die Anwesenden, in der er von verschiedenen Momenten in seinem Leben und seinem Glaubensweg erzählte. Er erinnerte an seine Mutter und dass Gebete ihr Leben prägten, an seinen Vater, der Laienprediger war, und an seinen Großvater mütterlicherseits, der ebenfalls Pastor war, und erzählte von den Erlebnissen, die seine Berufung zum Amt in der Kirche geprägt haben. Er bezog sich auf verschiedene biblische Geschichten über Gottes Berufung – beispielsweise jene von Elia, Jona, Jeremia und Jesaja – und betonte, wie wichtig es sei, auf diese Berufung mit einem Gespür für die Bedürfnisse der Menschen zu reagieren.

„Wenn das Wort Gottes uns auf den Lippen brennt, können wir nicht anders, als es weiterzugeben und auszusprechen“, sagte er und wies darauf hin, dass theologische Reflexion und theologisches Wissen sich in einem Glauben niederschlagen müssten, der sich den Lebensrealitäten und Nöten der Menschen verpflichtet fühlt. Er setzte seine persönlichen Erfahrungen und das Thema der Synodentagung in Verbindung und betonte: „Da habe ich verstanden, dass derjenige, der alles neu macht, auch in mir etwas Neues bewirkt hat. Und er verwandelt mich weiterhin Tag für Tag.“ Kirchenpräsident Cirigliano bekräftigte sein Bekenntnis zur neue Aufgabe und erklärte: „Ich werde mein Bestes geben. Ich werde aufmerksam zuhören, aufmerksam hinschauen, einfühlsam die Hand zum Händeschütteln ausstrecken und aufmerksam auf meine Schritte achten, die mich in neue Begegnungen mit Menschen führen werden“, sagte er.

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Abschlussgottesdienst der 47..IERP-Synode am 11. Oktober in Hohenau, Paraguay, an dem Führungspersonen aus den Gemeinden der Kirche teilnahmen. Foto: LWB/E. Albrecht

Abschlussgottesdienst der 47..IERP-Synode am 11. Oktober in Hohenau, Paraguay, an dem Führungspersonen aus den Gemeinden der Kirche teilnahmen. Foto: LWB/E. Albrecht

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Von links nach rechts: Diakon Ricardo Schlegel (scheidender IERP-Generalsekretär), Pfarrerin Karla Steilmann (neue IERP-Generalsekretärin), Pfr. Leonardo Schindler (scheidender Kirchenpräsident) und Pfarrerin Sonia Skupch (LWB-Regionalreferentin für Lateinamerika und die Karibik sowie Nordamerika). Foto: LWB/E. Albrecht

Von links nach rechts: Diakon Ricardo Schlegel (scheidender IERP-Generalsekretär), Pfarrerin Karla Steilmann (neue IERP-Generalsekretärin), Pfr. Leonardo Schindler (scheidender Kirchenpräsident) und Pfarrerin Sonia Skupch (LWB-Regionalreferentin für Lateinamerika und die Karibik sowie Nordamerika). Foto: LWB/E. Albrecht

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Die für den Gottesdienst zuständige Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit dem Thema der Synode und gab Einblicke in die Lebensrealität der Menschen und die Missionsarbeit. Das Foto zeigt symbolhaft zerbrochenen Gefäße, die wieder zusammengefügt werden sollen. Foto: LWB/E. Albrecht

Die für den Gottesdienst zuständige Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit dem Thema der Synode und gab Einblicke in die Lebensrealität der Menschen und die Missionsarbeit. Das Foto zeigt symbolhaft zerbrochenen Gefäße, die wieder zusammengefügt werden sollen. Foto: LWB/E. Albrecht

Prioritäten setzen, Beziehungen stärken

Teilnehmende an der Synode waren ordinierte und nicht-ordinierte Delegierte sowie Vertreterinnen und Vertreter von Frauen- und Jugendorganisationen und anderen kirchlichen Diensten und Werken. Im Eröffnungsgottesdienst wurden die Teilnehmenden eingeladen, Gottes erneuernde Gegenwart in ihrem Leben zu erkennen.

Im Laufe von viertägigen Synode nahmen die Vertreterinnen und Vertreter aus den sieben Bezirken der Kirche an zahlreichen Sitzungen teil, in denen es um Dialog, Urteilsbildung und Entscheidungen in Bezug auf das institutionelle Leben, die Gemeindearbeit und die Schwerpunkte der Missionsarbeit ging. Zudem diente die Synode als Forum zur Stärkung der Beziehungen unter den Gemeinden, zwischen den Generationen und unter den verschiedenen Tätigkeitsbereichen, wobei immer auch die Vielfalt der Erfahrungen gewürdigt wurde, die das Leben der IERP in den drei Ländern prägen, in denen sie ihren Auftrag erfüllt.

LWB/E. Albrecht
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