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Indigene in Kolumbien

"Unser Land ist unsere einzige Hoffnung!"

In Arauca in Kolumbien leben sechs indigene Völker, die nach Ansicht des Verfassungsgerichts vom Aussterben bedroht sind. In Betoyes musste ein Stamm der Makaguan Zuflucht vor der Gewalt im Reservat der Betoy suchen.

"Vor fünf Jahren kamen wir hierher", erzählt Juan, ein Anführer der Makaguan, "weil wir vor den Morden und Massakern geflohen sind. Davor lebten wir auf dem Land unserer Ahnen, das La Esperanza heißt". Dieses Land lag aber genau in der Mitte eines Konflikts von zwei verfeindeten Guerilla-Gruppen, der FARC und der ELN. Als die Kämpfe der Guerillas um die Kontrolle des Gebietes und die Boden schätze zu gefährlich wurden, flohen die Makaguan von ihrem Land.

Weil sie nicht in die Städte wollten kamen sie nach Betoyes. Hier leben sie auf einem kleinen Stück Land und sind auf die Großzügigkeit und Hilfe anderer angewiesen. "Auf unserem Land konnten wir von dem Wald, den Pflanzen und wilden Tieren leben", erklärt Juan, "ohne unser Land sind wir nichts und schwach!"

 Da das Land nicht zulässt, dass sie sich selbst versorgen, haben sie nicht genug Nahrung: "Wir essen Reis mit Zucker zum Frühstück und abends Reis mit Bohnen. Nur selten haben wir drei Mahlzeiten am Tag und Fleisch haben wir nie!", berichtet ein Stammesmitglied. Die Situation schlägt sich auch auf die Gesundheit der Menschen nieder. Viele Kinder haben Infektionen der Atemwege und Parasiten.

Der LWB hilft den indigenen Völkern in Kolumbien ihre Rechte gegen über dem Staat einzufordern, der bisher kaum auf die Bedrohung der Ureinwohner reagiert. Außer - dem leistet der LWB psychologische Hilfe für die Vertriebenen und plant mit ihnen ihre Heimkehr. Juan ist sich sicher, dass sie bald wieder auf ihr Land zurückkehren werden: "Das ist unsere einzige Hoffnung!" Die Hoffnung - La Esperanza - stirbt schließlich auch zuletzt.

Auf Einladung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Kolumbien arbeitet die Abteilung für Weltdienst des LWB seit 2011 in Kolumbien. Heute arbeitet das Kolumbien-Programm in den Regionen Arauca, El Chocó und Cundinamarca zusammen mit 17 lokalen Partnern. Die Schwerpunkte der Arbeit sind Menschenrechte, die Schaffung nachhaltiger Lebensgrundlagen und humanitäre Aktionen. Der LWB arbeitet in Kolumbien eng im Netzwerk kirchlicher Entwicklungsorganisationen, der ACT Alliance. Unten stehend finden Sie eine aktuelle Broschüre der ACT Allinance Kolumbien, die auch die Arbeit des LWB zeigt.

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Publikationsdatum dieser Seite: 16.05.2017 14:01