Hunger in Laos vermeiden

Ernährungssicherheit und Bildung sichern Existenzen

In Laos leben viele Menschen von weniger als einem Dollar pro Tag. Doch mit einfachen Kniffen und etwas Unterstützung bauen sie sich eine Existenz auf.

Biodünger sorgt für bessere Erträge

Hungrig zu Bett zu gehen - das war viele Jahre Alltag für Perng Si. Die Reisernte des Kleinbauern aus Kampone im Norden Laos reichte einfach nicht aus. "Meine Familie und ich haben im Wald Wildgemüse gesammelt", erzählt er. Weil das aber alle aus seinem Dorf taten, war kaum etwas zu holen. Entsprechend groß war die Freude des Laoten, als er das erste Mal so viel Obst und Gemüse ernten konnte, dass noch ein bisschen zum Verkaufen übrig blieb. Umgerechnet 3 Euro Gewinn hat er gemacht. Für ihn eine große Summe.

2012 startete der Lutherische Weltbund (LWB) ein neues Entwicklungsprogramm im Distrikt Vieng Phouka und im Dorf Kampone. In Workshops lernten die Dorfbewohner neue Kniffe für den Gemüseanbau und erhielten Saatgut und Gartengeräte. Der LWB setzt dabei auf einfache, aber wirksame Methoden: Biodünger aus alten Pflanzenteilen herstellen zum Beispiel. Wenn man den Trick einmal kennt, wirkt er Wunder. Anstelle von teurem chemischen Dünger, der den Böden und der Gesundheit schadet, haben die Dorfbewohner jetzt eine einfache, günstige und gesunde Alternative. Das Gemüse wächst im wahrsten Sinn des Wortes in den Himmel. "Jetzt haben wir eine größere Vielfalt und die Kinder essen auch gern Gemüse", stellt Perng Si fest.

Schulsachen und Fahrräder für den Zugang zu Bildung

Neben der Arbeit im Ernährungsbereich ist Schulbildung ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit des LWB. "So etwas sehe ich heute zum ersten Mal", rief Si Long freudig aus, als der LWB ihr eine gut gefüllte Schultasche für ihre Tochter übergab. In den abgelegenen Dörfern von Vieng Phouka leben vorwiegend Indigene. Si Long und ihre Tochter Mone gehören zu den Khmu. In deren traditionellem Lebensstil - Landwirtschaft, Jagd, Fischerei - spielt Bildung keine große Rolle, besonders nicht für Mädchen. Sie verlassen die Schule oft vorzeitig. Die Familie braucht ihre Arbeitskraft oder kann sich die Unterrichtsmaterialien schlicht nicht leisten. Schulbücher, Stifte, Hefte oder eine Schuluniform sind daher sehr wertvoll: "Meine Tochter ist darüber sehr glücklich. Ich habe ihr gesagt, sie soll sorgsam damit umgehen, damit sie die Sachen möglichst lange verwenden kann", berichtet Si Long.

Weil für viele Kinder die nächste Schule in unerreichbarer Ferne liegt, hat der LWB noch eine Neuheit eingeführt: Schulfahrräder. Ein stundenlanger Fußmarsch verkürzt sich plötzlich auf eine überschaubare Fahrradfahrt. Und immer mehr Eltern erkennen auch den Wert einer guten Schulbildung: "Ich erwarte von meiner Tochter, dass sie einen möglichst hohen Abschluss anstrebt. Ich weiß, dass fehlende Bildung der Grund für unsere Armut ist", unterstreicht Si Long.

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Publikationsdatum dieser Seite: 2017-05-16