woman in DRC

80.000 Essen für Schulkinder täglich

Lutherischer Weltbund unterstützt Familien im Kongo

Viele Eltern in der Demokratischen Republik Kongo haben Probleme, ihre Kinder zu ernähren, besonders dort, wo der Bürgerkrieg regelmäßig wieder ausbricht. Der Lutherische Weltbund hilft mit Schulspeisungen.

Der Boden im Osten vom Kongo ist fruchtbar. Die meisten Menschen leben hier normalerweise von Landwirtschaft und Viehzucht. Aber den Normalfall gibt es fast nicht mehr in dieser Region.

Herr Kaposo ist Schulleiter in Kanyarucinya. Mit dunkler Miene zeigt er auf den Hügel hinter der Schule. Dort hielten noch bis vor kurzem die M23-Rebellen ihre Stellung. Regelmäßig brechen in der Gegend Kämpfe zwischen der Regierung und den Rebellen aus. "Aufgrund der zahlreichen Kämpfe können die Familien ihr Land nicht bestellen", erläutert Kaposo. Viele Familien fliehen bei Ausbruch von Kampfhandlungen und kehren erst nach Wochen oder Monaten zurück. Die Ernte ist dann meist verloren. "Aber ohne ihre Ernte können viele Eltern ihre Kinder nicht mehr ausreichend ernähren."

Der Lutherische Weltbund (LWB) unterstützt daher die Familien in der Krisenregion rund um Goma durch Schulspeisungen an den Schulen. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) stellt die Nahrungsmittel dafür bereit, der LWB leistet die komplette Logistik. Über 80.000 Schülerinnen und Schüler aus 155 Grundschulen erhalten dadurch täglich eine warme Mahlzeit aus Maisbrei und Bohnen.

Besonders profitieren Mädchen von dem Programm. Sie sind meist die ersten, die darunter zu leiden haben, wenn es der Familie schlecht geht. Sie werden aus der Schule genommen und müssen arbeiten oder zuhause mithelfen, damit die Eltern arbeiten gehen können. Darunter leidet natürlich ihre Ausbildung. Wenn es aber eine Schulspeisung gibt, lassen die meisten Eltern ihre Töchter in der Schule. Eine gute Mahlzeit pro Tag ist ein enormer Beitrag zu der Ernährung der Familie.

So ähnlich erging es auch der 12-jährigen Alpho Ndakola, die die Bishange-Grundschule in Masisi besucht. Weil ihre Eltern früh gestorben sind, ist sie bei ihrem Onkel aufgewachsen. "Die Frau meines Onkels wollte nicht, dass ich die Schule besuche. Ich musste oft zuhause bleiben und auf ihr Kind aufpassen oder auf dem Feld mithelfen", berichtet sie. "Wenn ich ihre Anweisung nicht befolgt habe, habe ich nichts zu essen bekommen."

Durch die Schulspeisung hat sich das Verhältnis wieder entspannt. Alpho besucht die Schule nun regelmäßig: "Durch die Schulspeisungen habe ich jeden Tag etwas zu essen", erzählt sie stolz. "Ohne das Programm hätte ich vermutlich die Schule nicht beenden können."

Hilfe für Kidner im Kongo - jetzt online spenden oder auf unser Konto 419 540 bei der EKK Hannover (BLZ 52060410)

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Publikationsdatum dieser Seite: 10.03.2017 12:41