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Indische Kirche pflanzt Baum im Luthergarten

Wittenberger Reformationsprojekt umfasst bereits 263 Bäume

Hannover/Wittenberg - Im Rahmen einer feierlichen Andacht hat heute die Evangelisch-Lutherische Gossner-Kirche in Chotanagpur und Assamin Indien eine Brabanter Silberlinde im Luthergarten in Wittenberg gepflanzt. Das Edelgehölz mit der botanischen Bezeichnung "Tilia tomentosa" ist der 263. Baum, der im Luthergarten, dem "Reformationsdenkmal für das 21. Jahrhundert" (Altbischof J. Friedrich), gepflanzt wurde.

Der Pflanzakt selbst, bei dem Wasser und Erde an den Stamm gebracht werden, wurde durch den indischen Jugenddelegierten Benison Kachhap bei der "Werkstatt Wittenberg" durchgeführt. 140 Teilnehmende und Gäste dieses Netzwerktreffens der lutherischen Weltjugend ("Global Young Reformers Network"), das noch bis 4. September 2015 in der Lutherstadt stattfindet, nahmen an der Pflanzzeremonie teil.

Der Luthergarten ist ein Projekt des Lutherischen Weltbundes (LWB) unter Mitwirkung des Deutschen Nationalkomitees (DNK/LWB) und der VELKD in Kooperation mit der Lutherstadt Wittenberg, dessen Grundstein 2008 gelegt wurde. Anlass des Projektes bildet das Gedenken an die lutherisch geprägte Reformation, die vor fast 500 Jahren in Wittenberg begann. Damit soll ihre Bedeutung für den christlichen Glauben in Geschichte und Gegenwart sowie aus ökumenischer Perspektive gewürdigt werden.

"Darum sind auch von Anfang an andere weltweite christliche Gemeinschaften zur Beteiligung eingeladen worden", so Pastor Hans Kasch vom LWB-Zentrum-Wittenberg, der für das Projekt zuständige Koordinator. So zählten 2009 die Römisch-Katholische Kirche, das Ökumenische Patriarchat von Konstantinopel, die Anglikanische Gemeinschaft, der Weltbund Reformierter Kirchen, der Weltrat der Methodistischen Kirchen und der Lutherische Weltbund zu den ersten, die einen Baum im Luthergarten pflanzten. Später folgten die Mennonitische Weltkonferenz, die Utrechter Union der altkatholischen Kirchen und die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten.

Bislang haben sich Weltgemeinschaften und Kirchen aus 82 Ländern an dem Projekt beteiligt. Teil des Konzeptes ist es, auch an einem prominenten Ort in der eigenen Kirche einen Baum mit dem Hinweis auf den Partnerbaum in Wittenberg zu pflanzen. So soll ein weltweites Netz von Kirchen entstehen, die sich der Reformation, ihrer Wirkungsgeschichte und einem ökumenischen Miteinander heute verbunden wissen.

Bis zum Jahr 2017 werden 500 Bäume zum Luthergarten gehören. In den Wallanlagen, die früher die Stadt als Grüngürtel umzogen, sind weitere Standorte erschlossen wurden. So wird seit der 250. Baumpflanzung der Standort am Neuen Rathaus genutzt. Dort hat nun auch die Brabanter Silberlinde der Gossner-Kirche ihren Platz.

Hinweis: Weitere Informationen unter www.luthergarten.de.

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Publikationsdatum dieser Seite: Dienstag, 28. Februar 2017 14:00