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Ulrich und July rufen zu Spenden für Namibia auf

800.000 Menschen hungern: LWB startet Nothilfeprogramm

Der Vorsitzende des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB), Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), und der Vizepräsident des Lutherischen Weltbundes (LWB), Landesbischof Dr. Frank O. July (Stuttgart), haben zu Spenden für die Nothilfe des LWB in Namibia aufgerufen. Durch die dort herrschende Dürre - die schlimmste seit dreißig Jahren - droht eine humanitäre Katastrophe. Mittlerweile leiden in Namibia rund 800.000 Menschen akuten Hunger. Angesichts dieser Situation haben der LWB und namibische Kirchen ein Nothilfeprogramm gestartet.

"Viele Familien haben keine Vorräte mehr", beschreibt July die Lage. "Sie sind verzweifelt und essen ihr Saatgut, das sie eigentlich für die nächste Saison benötigen." Der LWB-Vizepräsident hatte kürzlich zusammen mit dem Generalsekretär des LWB, Pfarrer Martin Junge (Genf), Namibia bereist. Dort konnte er sich einen ersten Eindruck von den konkret angelaufenen Maßnahmen der Nothilfe verschaffen, die der LWB gemeinsam mit der Evangelisch-Lutherischen Kirche in der Republik Namibia (ELKRN) und der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Namibia (ELKIN) umsetzt.

Der Schwerpunkt der Nothilfe liegt auf der Unterstützung von Bedürftigen mit Bargeld, um ihnen den Erwerb von Lebensmitteln zu ermöglichen. 100 Namibische Dollar (circa 7,50 Euro) werden pro Person und Monat ausgezahlt. "Die Lebensmittel sind vorhanden. Aber die vielen Kleinbauern, die eine schlechte Ernte hatten, haben kein Geld sie zu kaufen", erläutert July. "Nahrungsmittelpakete zu verteilen - gar aus Europa - würde dem lokalen Markt schaden. Außerdem haben die Kirchen in Namibia viel Erfahrung in dieser Art der Hilfe". Das zeige etwa das weltweit beachtete Projekt Basic Income Grant-Projekt (BIC), das von den Kirchen in Namibia verantwortet wurde, so der LWB-Vize.

Der Vorsitzende des DNK/LWB, Gerhard Ulrich, äußerte seine Sorge über die Lage in Namibia: "Diese Katastrophe kommt in Deutschland medial nicht vor. Trotzdem findet sie statt. Wir sind dankbar, dass unsere lutherischen Schwesterkirchen alles tun, um den Menschen zu helfen. Dafür brauchen sie aber unsere Unterstützung." Um das Hilfsprogramm wie geplant umzusetzen, sind die namibischen Kirchen auf finanzielle Unterstützung angewiesen. "Von unserer Unterstützung hängt es ab, ob die Menschen tatsächlich bis zur nächsten Ernte im März durchhalten können", so Ulrich.

Gemeinsam rufen Ulrich und July zu Gebeten, Kollekten und Spenden für Namibia auf: "Lassen Sie uns gemeinsam unseren Schwestern und Brüdern helfen."

Detaillierte Informationen über die Arbeit des LWB in Namibia und ein Materialpaket für Gemeinden finden Sie unter: www.dnk-lwb.de/Namibia.

Spendenkonto des DNK/LWB, Kto.-Nr.: 419540, BLZ: 520 604 10 (EKK Kassel), Stichwort: LWB Namibia.

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Publikationsdatum dieser Seite: Dienstag, 28. Februar 2017 14:00