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DNK-Vorsitzender Ulrich besucht LWB-Flüchtlingslager in Kenia

"Auch ein Jahr nach der Katastrophe die Flüchtlinge in Ostafrika nicht vergessen"

Der Vorsitzende des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB), Bischof Gerhard Ulrich (Kiel), hat sich besorgt über die Situation der Flüchtlinge in Ostafrika gezeigt. Ein Jahr nach der schlimmsten Hungersnot der letzten Jahrzehnte seien in der Region immer noch hundertausende Flüchtlinge auf Hilfe angewiesen. "Wir dürfen diese Menschen nicht vergessen, nur weil sie nicht mehr täglich in unseren Medien auftauchen. Die Lager sind überfüllt und die Situation kritisch", so Ulrich.

Auf seiner Afrikareise hat Ulrich das vom LWB verwaltete Flüchtlingslager im nordkenianischen Kakuma besucht. "Ich habe gesehen, wie schwer das Leben hier ist. Man sieht den Menschen an, dass sie ständig um das Überleben kämpfen. Viele sind traumatisiert von schrecklichen Gewalterfahrungen." Auch sei die Wasserversorgung für die derzeit fast 100.000 Menschen unzureichend. "Wer glaubt, dass mit der Ankunft im Flüchtlingslager die Sorgen der Menschen gelöst sind, irrt gewaltig", so Ulrich weiter. Lager wie die in Kakuma oder Dadaab seien ein Segen für die Menschen, die ihre Heimat verlassen hätten, weil ihr Leben durch Hunger, Krieg und Terror bedroht sei. "Aber sie sind auch eine ständige Mahnung. Solange es solche Lager gibt, ist etwas nicht in Ordnung mit unserer Welt."

Bischof Ulrich sprach den Mitarbeitenden vor Ort seinen Respekt und seine Dankbarkeit aus. "Der Lutherische Weltbund und seine Partner sowie die vielen hier engagierten Menschen leisten einen großartigen Dienst für die Flüchtlinge. Die Arbeit ist schwer und erfordert nicht nur logistische Kompetenz, sondern ist geleitet von der Liebe zu den Menschen, die hier ankommen und leben."

Lennart Hernander, der Vertreter des LWB in Kenia, erläuterte im Gespräch mit Bischof Ulrich, dass viele Flüchtlinge jahrelang in den Lagern leben müssten. "Die Menschen kommen, wenn die Krise am schlimmsten ist", so Hernander, "aber auch wenn sich die Krise wieder gelegt hat, können sie nicht einfach zurückkehren, denn sie haben keine Lebensgrundlage mehr in ihrer Heimat." Deshalb müsse man eine Infrastruktur für einen längeren Aufenthalt vorhalten.

Bischof Ulrich rief die Menschen in Deutschland auf, die Flüchtlingsarbeit des LWB weiterhin finanziell zu unterstützen. "Allein in den vom LWB betreuten Flüchtlingslagern in Ostafrika leben eine dreiviertel Million Menschen, die nicht in ihre Heimat zurück können." Mit Blick auf die Situation in Somalia unterstrich Ulrich: "Wir müssen international darauf hinwirken, dass die Zivilbevölkerung in ihrer Heimat in Sicherheit leben kann. Solange aber diese Sicherheit nicht existiert, müssen wir Verantwortung für die Flüchtlinge in den Lagern übernehmen, nach Möglichkeiten für eine neue Heimat suchen und die Länder unterstützen, die Flüchtlinge aufnehmen."

Hinweis: Das DNK/LWB hat ein Spendenkonto für die Ostafrika-Hilfe eingerichtet: Kto.-Nr. 419 540, BLZ 520 604 10 (EKK Hannover), Stichwort: Ostafrika. Oder hier jetzt online spenden.

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Publikationsdatum dieser Seite: Dienstag, 28. Februar 2017 14:00