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Bischof Ulrich verurteilt Anschläge in Kenia

"Angriff auf das gesamte kenianische Volk"

Der Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) Gerhard Ulrich (Kiel) hat die terroristischen Anschläge auf Gottesdienste in Kenia verurteilt. Die Attacken stellten nicht nur einen Angriff auf die Christen, sondern auf das gesamte kenianische Volk dar. Ulrich befindet sich derzeit auf einer Besuchsreise in Kenia und erfuhr unmittelbar nach seiner Ankunft von den Anschlägen. Am heutigen Dienstag hatte Ulrich Gelegenheit, mit der deutschen Botschafterin in Nairobi die Lage zu erörtern. Ulrich bereist das Land auch in seiner Funktion als Vorsitzender des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB).

Die Stellungnahme von Bischof Ulrich im Wortlaut:

"Ich verurteile entschieden die entsetzlichen Terroranschläge auf die zum Gottesdienst versammelten Christen in den beiden Gemeinden im Norden Kenias. Mein Mitgefühl gilt allen Opfern und ihren Familien sowie all den Menschen, die nun dort in Angst und Schrecken leben.

Hier in Kenia werden die Anschläge wahrgenommen als ein Angriff auf das gesamte kenianische Volk. Hochrangige Vertreter der Regierung und Sprecher aller Religionen haben ihre Solidarität mit den Opfern bekundet. Diese Verbundenheit geht über alle Grenzen der politischen und ethnischen Zugehörigkeit hinweg. Es handelt sich hier nicht um einen Angriff auf Christen allein, sondern um einen Anschlag auf das gesamte Volk. Die Terroranschläge haben das Ziel, die kenianische Gesellschaft als Ganze zu destabilisieren - und die kriegerischen Auseinandersetzungen in Ostafrika in neuer Heftigkeit direkt in das Land zu bringen.

Die Kirchen in Kenia haben zusammen mit Muslimen und anderen religiösen Gemeinschaften seit Jahren für Verständigung zwischen den Religionen und den ethnischen Gruppen geworben. Diese friedenserhaltenden Initiativen müssen auf allen Ebenen weiter gehen und verstärkt werden, um extremistischer Kriegstreiberei offensiv entgegen zu treten."

Mit seiner Reise beabsichtigt Bischof Ulrich, die Partnerschaft der Nordkirche mit den lutherischen Kirchen im Kongo und in Kenia zu stärken. In seiner Funktion als Vorsitzender des DNK/LWB wird er zum Ende seiner Reise ein Flüchtlingslager des Lutherischen Weltbundes (LWB) in Kenia besuchen. In diesem Sommer jährt sich der Spendenaufruf des DNK/LWB als Reaktion auf die Dürrekatastrophe im Sommer 2011 in Ostafrika.

Kontakt für Rückfragen:

Florian Hübner, Referent für Öffentlichkeitsarbeit des DNK/LWB

huebner@dnk-lwb.de, Tel.: 0511/2796-437, Mobil: 0176/922 12 657

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Publikationsdatum dieser Seite: Mittwoch, 20. September 2017 11:30